Bekanntlich versteht die breite Öffentlichkeit nicht, wie unser Geldsystem funktioniert. Nun könnte man der Meinung sein, das sei kein Problem - solange zumindestens die Fachleute wissen, wie es funktioniert und was zu tun ist, um Krisen zu verhindern. Doch genau dies ist nicht der Fall, wie Zoltan Jakab und Michael Kumhof in einer neuen Studie der Bank of England aufzeigen. Zentrale Aussage: In der breiten Volkswirtschaftslehre und auch bei den Bankern selbst, herrschen immer noch völlig falsche Vorstellungen von der Funktionsweise des Geldsystems vor.
In einem ungewöhnlichen Aufruf fordern Vertreter der internationalen Finanzindustrie Staaten und Regulierer auf, Vorkehrungen für die nächste Krise zu treffen. Sie fürchten, dass zu viel Geld in die falsche Richtung geflossen ist. Sie fordern mehr Kontrolle bei der Vergabe von Krediten. Die Schuldenkrise scheint der Branche und den Aufsehern über den Kopf zu wachsen.
Am 07.08.2013 wurde anhand eines wissenschaftlichen Experiments empirisch bewiesen, dass Banken tatsächlich Geld aus dem Nichts schöpfen. Die buchhalterischen Aufzeichnung aller relevanten Größen vor und nach einer konkreten Kreditvergabe zeigen unwiderlegbar, dass bei der Kreditvergabe Geld "aus dem Nichts" entsteht. Damit erübrigt sich jeglicher akademische Disput.
Die Royal Bank of Scotland wird von 62 Kreditnehmern aus Österreich verklagt. Sie haben Franken-Kredite auf Basis des LIBOR. Der Referenzzinssatz war allerdings manipuliert.
Im November 2013 hat die Europäische Kommission einer Reihe von Großbanken für die Manipulation von Libor und Euribor hohe Geldstrafen auferlegt. Da diese beiden Referenzzinssätze die Grundlage der meisten Kreditverträge sind, wurden damit zigmillionen Kreditnehmer geschädigt. Niemand hat sich bisher für eine Entschädigung der Kreditnehmer eingesetzt.
Die lockere Geldpolitik der Notenbanken sorgt dafür, dass die Anleger auf der Suche nach etwas Rendite die Preise an den Märkten in die Höhe treiben. Die trügerische Ruhe auf den Finanzmärkten ist dafür verantwortlich, dass Investoren immense Risiken aufgebaut haben. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor dem nächsten Finanz-Crash.
Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich ist die Zentralbank der Zentralbanken. Sie fürchtet, dass bald eine neue Blase platzt - aber nicht dort, wo man es vermutet. 
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer!
Das [derzeitige] Geldsystem ist ein Selbstmordprogramm auf allen Ebenen. Doch die Kritik daran ist ebenso tabu wie seinerzeit den Sozialismus in Frage zu stellen. Standhaft weigern sich Experten und Politiker, die wahre Ursache der Krise zu erkennen – an deren Ende zwangsläufig der totale gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Kollaps programmiert ist. Die Vorboten dieses Zerfalls sind bereits überall spürbar.