Die große weltweite Enteignung wird konkret: Der Internationale Währungsfonds verlangt eine allgemeine "Schuldensteuer" in Höhe von 10% für jeden Haushalt in der Eurozone, der auch nur über geringe Ersparnisse verfügt. Das Geld soll für den Schuldendienst verwendet werden. Damit sollen die Forderungen der Banken befriedigt und das Schuldensystem gerettet werden. Dieses Konzept habe sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg in Europa bewährt. Der Vorstoß sollte jeden Sparer in höchste Alarmbereitschaft versetzen.
"Banken in die Schranken!" gestattet sich den Hinweis, dass jegliche Geldguthaben, die einer Bank übergeben werden, in deren juristisches Eigentum übergehen (in Österreich gilt ABGB § 371). Wer also Geldguthaben einer Bank überlässt, hat sich bereits enteignet. Völlig freiwillig. Selber Schuld, kein Mitleid.
Die Monetative erforscht die Funktionsweise des Geldwesens und insbesondere der Geldschöpfung in Geschichte und Gegenwart. Auch will sie die Erkenntnisse über das Geldsystem einem breiten Kreis von "Normalsterblichen" vermitteln, die die tatsächliche Funktionsweise des Geldsystems nicht kennen.
Nicht zur Wahl stehen in Österreich die, die das Geschehen im Land eigentlich bestimmen: Die Raffeisen-Gruppe zieht die Fäden in Politik und Wirtschaft. Folgerichtig soll die neue Wirtschaftsministerin von Raffeisen kommen. Aus der Raiffeisen-Ecke kommt aber auch noch eine viel interessantere Karriere.
In Vilnius konkretisieren die Finanzminister der Euro-Zone den Modus, wie die Sparer und Steuerzahler künftig Pleite-Banken retten werden. Die Beteiligung von Gläubigern und Einlegern ist fix – darüber wird im Grundsatz nicht einmal mehr debattiert. Klar ist ebenfalls, dass die Banken Beiträge zu einem Rettungs-Fonds einzahlen müssen. Diese werden sie sich von den Bank-Kunden über höhere Gebühren zurückholen. Offen ist lediglich die Frage, in welcher Form die Steuerzahler zu Kasse gebeten werden sollen.
Die Deutsche Bundesbank macht überraschend bei der Beteiligung der Sparer an der Rettung ihrer Bank Druck. Zugleich ist ein Schwenk zu erkennen, demzufolge die Bundesbank eine gemeinsame Haftung der Sparer für alle europäischen Banken nicht mehr ablehnt. Offenbar haben einige Banken ernsthafte Probleme mit der Liquidität.
Es ist viel zu viel Geld im Umlauf. Weil die Banken es aus dem Nichts schöpfen. Und die Staaten nicht genug davon kriegen können. Höchste Zeit, grundsätzlich neu zu denken.
Für den deutschen Ökonomen Kreiß liegt die Ursache der Wirtschaftskrise vor allem darin, dass die Reichen immer reicher werden und ihr Geld nicht mehr ausgeben können. Er ortet aber noch andere Systemfehler...